Dicke Fotobücher mit vielen Seiten günstig drucken
Ein dickes Fotobuch mit vielen Seiten kostet schnell das Dreifache eines schlanken Buches. Der Preis setzt sich aus einem Grundpreis für Einband und Bindung sowie einem festen Seitenpreis pro Seite zusammen. Wer ein umfangreiches Buch plant, hält die Kosten mit den richtigen Entscheidungen bei Seitenpaketen, Papier und Einband niedrig.
Die Wahl des Anbieters und der Produktionsart hat den größten Einfluss auf den Preis. Beim Echtfotobuch wird jede Seite auf Fotopapier belichtet, was in der Herstellung mehr kostet als ein Digitaldruck auf beschichtetem Papier. Bei vielen Seiten macht das einen deutlichen Preisunterschied. Dazu kommen Angebote mit günstigeren Paketpreisen ab bestimmten Seitenzahlen und die Entscheidung, ob Sie auf eine teure Layflat-Bindung verzichten können.
Warum dicke Fotobücher teuer werden
Die Preisformel der meisten Anbieter besteht aus drei Teilen. Dazu gehören ein Grundpreis für das Buchcover, ein Seitenpreis und ein Aufpreis für besondere Ausstattungen wie eine hochwertige Bindung oder ein größeres Format. Bei dünnen Büchern dominiert der Grundpreis, bei dicken Büchern fast nur noch die Seitenzahl.
Die Produktionsart ist ein zweiter Kostenfaktor. Beim Digitaldruck druckt der Anbieter die Seiten auf Papier, das speziell für Fotobücher beschichtet ist. Das ist günstig, die Farben wirken aber anders als beim klassischen Fotoabzug. Beim Echtfotobuch wird jede Seite auf Fotopapier belichtet und chemisch entwickelt. Das sieht hochwertiger aus, treibt den Preis aber pro Seite nach oben. Für ein Buch mit vielen Seiten ist der Digitaldruck daher die preiswerte Wahl, wenn Sie mit dem etwas anderen Farbergebnis leben können.
Seitenpakete richtig wählen
Viele Anbieter verkaufen Fotobücher nicht zum reinen Seitenpreis, sondern in Paketen mit festen Seitenzahlen. Entscheidend ist der Vergleich: Ein größeres Paket kostet oft nur wenig mehr als ein kleineres, weil der Anbieter die Mehrkosten für die zusätzlichen Seiten im Paketpreis versteckt. Rechnen Sie deshalb den Preis pro Seite aus, bevor Sie sich festlegen.
Ein praktischer Ansatz: Legen Sie zuerst die Bildauswahl fest, bevor Sie ein Paket wählen. Sortieren Sie die schärfsten und aussagekräftigsten Fotos in einen eigenen Ordner auf dem Computer. So vermeiden Sie, dass Sie ein größeres Paket kaufen, als Sie brauchen, oder nachträglich Seiten streichen müssen, weil die Bildqualität nicht reicht. Ein großes Paket bringt nichts, wenn Sie nur wenige gute Aufnahmen haben.
Achten Sie außerdem auf die Preise für Nachbestellungen und auf versteckte Kosten wie Versand oder eine optionale Schutzfolie. Ein scheinbar günstiger Grundpreis kann sich durch diese Zusätze schnell verteuern. Vergleichen Sie daher immer den Endpreis inklusive Versand, nicht nur den Buchpreis.
Digitaldruck oder Echtfotobuch
Die Papierwahl ist die zentrale Kostenentscheidung bei dicken Büchern. Ein Echtfotobuch auf Fotopapier kostet pro Seite deutlich mehr als ein Digitaldruck auf beschichtetem Papier. Bei einem dicken Buch summiert sich das schnell auf einen spürbaren Aufpreis, je nach Anbieter und Papierstärke. Wenn Sie das Buch als Geschenk oder für besondere Anlässe planen, kann sich der Aufpreis lohnen. Für ein Reisetagebuch oder ein Familienalbum mit vielen Schnappschüssen ist der Digitaldruck die vernünftige Wahl.
Innerhalb des Digitaldrucks gibt es Unterschiede bei der Papierstärke. Dünneres Papier senkt den Preis, macht das Buch aber auch empfindlicher gegen Knicke. Eine mittlere Papierstärke ist ein guter Kompromiss, weil sie nicht so schnell reißt wie dünnes Papier und trotzdem bezahlbar bleibt. Noch dickeres Papier verteuert das Buch spürbar, ohne dass die Optik für die meisten Betrachter besser wird.
Ein weiterer Punkt ist die Oberfläche. Glänzendes Papier lässt Farben kräftiger wirken, zeigt aber schnell Fingerabdrücke. Mattes Papier ist unempfindlicher und wirkt edler, kostet bei manchen Anbietern aber einen Aufpreis. Wenn Sie sparen wollen, wählen Sie die Standardoberfläche des Anbieters, die meist glänzend oder seidenmatt ist.
Layflat oder Klemmbindung
Die Bindung bestimmt, wie das Buch aufgeschlagen liegt und wie viel es kostet. Die günstigste Variante ist die Klemmbindung, bei der die Seiten am Rücken festgeklemmt werden. Sie ist robust und günstig, hat aber einen Nachteil: Bei dicken Büchern bleibt die Doppelseite in der Mitte nicht ganz flach, ein Teil der Seite verschwindet in der Bindung. Für Bücher mit vielen Seiten und viel Text ist das ein Problem, für reine Bildbände meist weniger.
Die Layflat-Bindung legt die Seiten dagegen komplett flach, sodass eine Doppelseite ohne Knick in der Mitte ausliegt. Das sieht bei Panoramafotos und großen Bildern deutlich besser aus. Der Preis dafür ist hoch, denn Layflat kostet bei den meisten Anbietern einen spürbaren Aufpreis, unabhängig von der Seitenzahl. Bei einem dicken Buch mit vielen Doppelseiten kann sich das lohnen, wenn die Bilder im Mittelpunkt stehen.
Ein Test aus dem Jahr 2022 zeigte, dass fotobuch.de eine hochwertige Layflat-Bindung anbietet, während MYPOSTER eine robuste Klemmbindung liefert. MYPOSTER wurde in demselben Test für sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt. Das heißt nicht, dass der eine Anbieter generell besser ist als der andere. Es zeigt aber, dass Sie die Bindung bewusst wählen sollten: Wenn Sie viele Panoramabilder haben, investieren Sie in Layflat. Wenn die Bilder klein und nebeneinander angeordnet sind, reicht die Klemmbindung.
Format und Bildauswahl
Das Format beeinflusst den Preis ebenfalls, allerdings weniger über die Seitenzahl als über die Größe. Ein großes Querformat kostet mehr als ein kleines Quadratformat, weil mehr Papier und Farbe verbraucht werden. Wenn Sie ein dickes Buch günstig halten wollen, wählen Sie ein kompaktes Format wie A5 statt des teuren A4-Querformats. In einem kleineren Format wirken die Bilder oft sogar besser, weil die Auflösung der Fotos seltener an ihre Grenzen stößt.
Die Bildauswahl selbst ist der größte unsichtbare Kostenfaktor. Je mehr Seiten Sie füllen, desto mehr Fotos brauchen Sie in guter Qualität. Unscharfe oder verrauschte Aufnahmen wirken in einem kleinen Buch weniger störend als in einem großen. Sortieren Sie daher konsequent aus, bevor Sie mit der Gestaltung beginnen. Ein Buch mit wenigen starken Seiten ist wertvoller als eines mit vielen Seiten, von denen die Hälfte nur Füllmaterial ist.