Cover und Schlussseite im Fotobuch gestalten
Cover und Schlussseite bestimmen den ersten und letzten Eindruck eines Fotobuchs. Sie rahmen die Bilder, nennen den Anlass und hinterlassen ein klares Gefühl. Wer diese beiden Seiten bewusst plant, hat später nicht das Gefühl, dass etwas Wichtiges fehlt.
Das Cover: Ein Bild, ein Titel, wenig Text
Die Titelseite soll neugierig machen und in einem Satz sagen, worum es geht. Ein starkes, hochauflösendes Foto ist dafür wichtiger als jeder Text. Wählen Sie ein Bild, das die Stimmung des Buches trägt, etwa das schönste Gruppenfoto der Feier oder eine Landschaftsaufnahme vom Urlaubsort. Lassen Sie Collagen aus mehreren Bildern auf dem Cover besser weg, die wirken schnell unruhig und verlieren ihre Wirkung.
Der Titel sollte kurz sein und den Anlass nennen. Drei bis fünf Wörter reichen, zum Beispiel "Unsere Hochzeit" oder "Wandern in den Alpen". Ergänzen Sie höchstens noch Ort und Jahr, wenn sie nicht schon im Titel stehen. Alles Weitere gehört in die Einleitung. Achten Sie darauf, dass die Schrift groß genug ist und sich vom Foto abhebt. Viele Anbieter platzieren den Titel standardmäßig oben oder unten, prüfen Sie in der Vorschau, ob das gewählte Bild an dieser Stelle genug Ruhe bietet.
Die Einleitung: Den roten Faden spannen
Ein kurzer Einleitungstext auf der ersten Innenseite gibt dem Buch einen Kontext, den die Fotos allein nicht liefern. Er erzählt, wer auf den Bildern zu sehen ist, welcher Anlass gefeiert wurde und warum dieser Moment festgehalten wurde. Ohne diesen Text bleiben die Bilder austauschbar, besonders für Menschen, die nicht dabei waren.
Begrenzen Sie die Einleitung auf drei bis fünf Sätze. Nennen Sie den Anlass, die Personen und den Zeitraum, dann ist der Text vollständig. Ein Beispiel: "Im Juni haben wir in unserem Garten geheiratet. Dieses Buch zeigt die schönsten Momente des Tages, von der ersten Begegnung am Morgen bis zum Tanz am Abend." Vermeiden Sie lange Rückblicke oder allgemeine Floskeln wie "Was für ein wunderbares Jahr". Schreiben Sie konkret, dann bleibt der Text auch in zwanzig Jahren lesenswert.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie einen Text schreiben wollen, nehmen Sie eine kurze Variante. Ein einzelner Satz mit Datum und Anlass ist besser als eine leere Seite, denn er gibt den nachfolgenden Bildern sofort eine Richtung.
Die Schlussseite: Ein Abschluss, der trägt
Die letzte Seite eines Fotobuchs wird oft vernachlässigt, dabei ist sie genauso wichtig wie das Cover. Sie kann das Buch ruhig ausklingen lassen. Ein einzelnes, stimmungsvolles Foto ohne weitere Bilder wirkt hier oft am besten, etwa eine Detailaufnahme vom Kuchen, ein Sonnenuntergang oder ein Bild der Gruppe beim Verabschieden.
Dazu passt ein kurzer Abschlusstext. Er kann danken, zusammenfassen oder einen Ausblick geben. Drei Sätze genügen, zum Beispiel: "Danke an alle, die diesen Tag unvergesslich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer." Wenn das Buch ein Geschenk ist, gehört hier der persönliche Gruß an die Empfänger. Vermeiden Sie einen zweiten langen Text, der die Einleitung wiederholt. Die Schlussseite soll abschließen, nicht neu erzählen.
Typische Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler betrifft nicht nur Cover und Schlussseite, sondern das ganze Buch: zu viele Fotos. Wenn jede Seite randvoll ist, verliert jedes einzelne Bild an Wirkung. Sortieren Sie so lange aus, bis es wehtut. Ein gutes Buch erzählt mit wenigen, starken Bildern mehr als mit vielen mittelmäßigen. Das gilt besonders für das Cover, das mit einem einzelnen Bild am meisten erreicht.
Ein zweiter Fehler sind niedrig aufgelöste Bilder. Auf dem Cover und der Schlussseite fallen unscharfe oder verpixelte Fotos am stärksten auf, weil diese Seiten am häufigsten angeschaut werden. Prüfen Sie vor dem Hochladen, ob die gewählten Bilder die Mindestauflösung des Anbieters erfüllen. Die meisten Programme warnen, wenn ein Bild zu klein ist, aber die Warnung erscheint nicht immer rechtzeitig.
Der dritte Fehler ist fehlender Text. Ein Fotobuch ohne Einleitung und ohne Abschluss wirkt wie ein Album ohne Ordnung. Die Bilder sind vielleicht schön, aber der Zusammenhang fehlt. Sie müssen keinen Aufsatz schreiben, aber ein paar Sätze am Anfang und am Ende machen den Unterschied zwischen einer Fotosammlung und einem erzählten Buch.