Kleine Fotobücher mit wenigen Seiten gestalten
Ein Fotobuch mit wenigen Seiten eignet sich gut als persönliches Geschenk, weil Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren müssen. Statt Hunderter Bilder wählen Sie eine Handvoll aus, die eine kleine Geschichte erzählen. Das Ergebnis wirkt durchdacht, und der Beschenkte blättert es gern mehr als einmal durch.
Es kommt auf drei Entscheidungen an. Sie legen fest, welche Fotos Sie wählen, wie Sie die wenigen Seiten anordnen und welche Texte Sie ergänzen.
Die richtigen Fotos auswählen
Bevor Sie mit dem Gestalten beginnen, sortieren Sie Ihre Bilder und streichen Sie alle Aufnahmen, die unscharf, doppelt oder inhaltlich austauschbar sind. Von derselben Szene brauchen Sie nur das eine Bild, das die Stimmung am besten trifft. Ordnen Sie die verbleibenden Fotos danach, ob Sie eine chronologische oder eine thematische Reihenfolge möchten. Für ein Geschenk ist eine chronologische Abfolge oft sinnvoll, weil sie den Verlauf eines Tages, einer Reise oder eines Jahres nachzeichnet.
Überlegen Sie bei der Auswahl, welche Momente dem Empfänger etwas bedeuten. Ein Foto vom Kuchenanschneiden sagt mehr als ein Gruppenbild, auf dem niemand zu erkennen ist. Wählen Sie Bilder, die eine Person, eine Beziehung oder ein Ereignis zeigen, und lassen Sie Fotos weg, die nur Ihnen etwas sagen.
Eine kleine Geschichte erzählen
Ein gutes Fotobuch erzählt eine kleine Geschichte, statt möglichst viele Bilder unterzubringen. Das gilt besonders bei wenigen Seiten. Legen Sie einen roten Faden fest: ein Wochenendausflug, ein runder Geburtstag, das erste Jahr mit dem Baby. Dann ordnen Sie die Fotos so an, dass ein Anfang, ein Höhepunkt und ein Schluss entstehen. Das erste Bild zeigt die Ausgangslage, auf den mittleren Seiten sehen Sie den Verlauf, und das letzte Bild ist der Abschluss.
Diese Struktur hilft Ihnen auch beim Aussortieren: Lassen Sie ein Foto weg, das nicht zur Geschichte beiträgt, auch wenn es technisch gut ist. Ein Buch, dessen Seiten zusammenhängen, wirkt stimmiger als eines, auf dem beliebige Aufnahmen nebeneinanderstehen.
Wenige Seiten sinnvoll nutzen
Bei wenigen Seiten gilt: weniger Fotos, dafür größer, denn ein großes Bild pro Seite wirkt ruhiger und wertiger als viele kleine Aufnahmen, die sich gegenseitig Konkurrenz machen. Wenn Sie zwei Bilder auf eine Seite setzen, wählen Sie zwei, die zusammengehören, etwa eine Totale und ein Detail derselben Szene. Lassen Sie zwischen den Bildern etwas Luft, damit die Seite nicht überladen wirkt.
Ein paar Zeilen Text bringen die Erinnerungen zum Leben: Schreiben Sie zu jedem Bild oder zu jeder Doppelseite einen kurzen Satz, etwa den Ort, das Datum, eine Anekdote oder ein Zitat. Der Text gibt den Bildern Kontext und macht das Buch persönlicher. Ein paar Sätze pro Seite reichen.
Viele Anbieter ordnen Ihre Bilder automatisch an. Für Anfänger ist das praktisch, weil das Layout Abstände und Größen selbst festlegt. Sie können das Ergebnis anschließend anpassen, etwa ein Bild vergrößern oder den Text verschieben. Wenn Sie unsicher sind, starten Sie mit einem automatischen Layout und ändern Sie nur das, was Ihnen nicht gefällt.
Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler bei kurzen Fotobüchern ist, zu viele Bilder auf die wenigen Seiten zu pressen, denn eine Seite, die mit Aufnahmen vollgestopft ist, verliert an Wirkung. Streichen Sie großzügig und lassen Sie lieber eine Seite fast leer, als ein schwaches Füllbild einzufügen.
Auch Duplikate sind ein Fehler. Wenn Sie zwei fast identische Aufnahmen desselben Moments einfügen, wirkt das Buch unentschlossen. Behalten Sie die bessere und löschen Sie die andere. Ebenso ist es ein Fehler, Text wegzulassen. Ohne jede Beschriftung bleibt unklar, warum ein Bild im Buch steht. Selbst ein einzelnes Wort wie der Ortsname oder das Datum hilft dem Betrachter, die Szene einzuordnen.
Achten Sie auf eine durchgängige Reihenfolge der Bilder. Wenn die Bilder ohne erkennbaren Zusammenhang springen, verliert der Leser den Faden. Entscheiden Sie sich vor dem Gestalten für eine chronologische oder thematische Ordnung und bleiben Sie dabei.