Videos per QR-Code ins Fotobuch einbinden
Ein QR-Code ist ein quadratischer, schwarz-weißer Pixelcode. Eine Handykamera erkennt ihn direkt und übersetzt ihn in einen Link oder Text. Im Fotobuch löst er ein Problem: Auf Papier passen nur Standbilder, ein Code auf der Seite führt aber zu Video, Sprachnachricht oder Diashow. Damit das funktioniert, drucken Sie den Code groß genug und setzen ihn auf eine ruhige Fläche. Außerdem muss das Ziel dahinter dauerhaft erreichbar bleiben.
Wofür sich QR-Codes im Fotobuch eignen
Der häufigste Einsatz ist der Videogruß. Ein Beispiel aus der Praxis: Großeltern blättern durch das Buch, scannen den Code neben dem Foto des Enkels und hören seine Stimme oder sehen, wie er sein erstes Fahrrad fährt. Genau dafür bietet die Software des Fotodienstleisters CEWE eine Funktion an: Sie fügen während der Gestaltung einen Videolink in das Buch ein.
Darüber hinaus lohnt sich der Code für alles, was sich nicht drucken lässt. Ein Hochzeitsfotobuch kann auf den Traumfilm verweisen, ein Reisebuch auf eine Karte mit der Route oder ein Familienbuch auf eine Audiodatei, in der die Großmutter eine Geschichte erzählt. Auch eine Diashow mit mehr Fotos, als auf die Seite passen, ist ein sinnvolles Ziel. Der Code ergänzt die Bildunterschrift, denn er liefert eine Ebene, die auf Papier nicht möglich ist.
So bleibt der QR-Code lesbar
Ein QR-Code funktioniert nur, wenn die Kamera des Smartphones alle Ecken und Muster klar erkennt. Drei Dinge entscheiden darüber, ob das gelingt.
Der Kontrast muss hoch sein. Dunkle Pixel auf hellem Grund, also Schwarz auf Weiß, ist die sicherste Kombination. Ein Code, der auf einem bunten Foto liegt oder in eine dunkle Bildfläche hineinragt, verwirrt die Kamera. Setzen Sie den Code deshalb auf eine weiße oder sehr helle Fläche, notfalls auf ein weißes Feld, das Sie hinter den Code legen.
Die Größe muss zur Entfernung passen. Wer das Buch in der Hand hält, scannt aus kurzer Distanz. Der Code sollte so groß sein, dass die Kamera ihn in diesem Abstand scharf erfasst. Ein sehr kleiner Code geht im Druck schnell unter, ein großzügiges Format ist die sichere Wahl. Wichtig ist außerdem der weiße Rand rund um den Code, die sogenannte Ruhezone. Ohne diesen Rand kann der Scanner die Begrenzung des Musters nicht zuverlässig finden.
Der Platz auf der Seite entscheidet mit. Ein Code, der in der Buchfalz liegt oder über zwei Seiten läuft, wird beim Aufschlagen verzerrt und oft nicht erkannt. Legen Sie ihn auf eine einzelne Seite, am besten in eine Ecke, und testen Sie den Scan vor dem Druck mit dem fertigen Layout auf dem Bildschirm.
Was hinter dem QR-Code liegen sollte
Der Code selbst ist nur der Eingang. Das Ziel dahinter entscheidet, ob der Empfänger etwas davon hat. Die einfachste Lösung ist ein Link zu einem Video, das Sie vorher hochgeladen haben. Ein ungelistetes Video auf YouTube funktioniert gut, weil es ohne Anmeldung abspielbar ist und der Link stabil bleibt. Auch ein Link zu einer Datei in der eigenen Cloud ist möglich. Er verlangt vom Empfänger aber möglicherweise eine Anmeldung oder eine App.
Überlegen Sie vor dem Druck, wie lange das Ziel erreichbar sein soll. Ein Fotobuch liegt oft jahrelang im Regal. Ein Link, der nach einem Jahr ins Leere führt, weil das Konto gelöscht oder das Video entfernt wurde, macht den Code wertlos. Prüfen Sie deshalb, ob der Dienst, den Sie nutzen, Links dauerhaft hält, und notieren Sie sich, wo Sie das Video abgelegt haben, damit Sie es bei Bedarf erneuern können.
Ein zweiter Punkt ist die Privatsphäre. Ein Familienvideo gehört nicht auf einen öffentlichen Kanal. Ein ungelisteter Link ist nur für diejenigen sichtbar, die den Code scannen, und reicht für den privaten Gebrauch in der Regel aus. Wenn Sie sichergehen wollen, dass nur die Empfänger des Buches Zugriff haben, wählen Sie einen Dienst, bei dem Sie den Zugriff einzeln freigeben können.
Typische QR-Code-Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler ist ein zu kleiner oder kontrastarmer Code, der sich auf dem Papier nicht mehr scannen lässt. Prüfen Sie das Layout deshalb immer mit einem Testscan, bevor Sie die Druckfreigabe erteilen. Halten Sie das Handy in dem Abstand, in dem auch die Empfänger das Buch später halten werden.
Ein großer, schwarzer Codeblock kann ein schönes Foto erdrücken. Wer den Code dezent halten will, platziert ihn klein in einer Ecke oder auf einer eigenen Seite am Ende des Kapitels. Dazu gehört eine kurze Zeile wie „Video: Die ersten Schritte“, damit die Leser wissen, was sie erwartet. Ohne diesen Hinweis scannen viele den Code gar nicht erst.
Ein Tippfehler im Link, ein gelöschtes Video oder eine Datei, die nur mit einem bestimmten Programm öffnet, führt ins Leere. Testen Sie den Link auf einem zweiten Gerät, nicht nur auf Ihrem eigenen, und achten Sie darauf, dass das Video auch ohne WLAN oder mit langsamer Verbindung startet. Ein sehr langes Video lädt unterwegs möglicherweise nicht. Ein kurzer Clip ist für den Scan im Buch meist die bessere Wahl.