Fotobücher

Alte Fotos und Scans im Fotobuch nutzen

Ein Fotobuch muss nicht nur aktuelle Digitalfotos enthalten. Sie können auch alte Papierbilder aus dem Familienalbum, eingescannte Aufnahmen und neue Handyfotos in einem Band vereinen. So entsteht eine persönliche Chronik über mehrere Generationen.

Die unterschiedlichen Bildqualitäten müssen Sie bewusst behandeln: Alte Fotos dürfen Patina zeigen, sollten aber nicht durch unsauberes Scannen oder unpassenden Zuschnitt zusätzlich leiden.

Bilder auswählen und ordnen

Bevor Sie mit dem Gestalten beginnen, sammeln Sie alle infrage kommenden Fotos an einem Ort. Legen Sie einen Ordner auf Ihrem Computer an, in den Sie die Digitalfotos kopieren und die Scans der Papierbilder ablegen. Sortieren Sie dabei konsequent aus: Doppelte Aufnahmen, verwackelte Schnappschüsse und Bilder mit starken Schäden, die sich nicht retten lassen, gehören nicht ins Buch. Als Faustregel sollten Sie weniger Bilder verwenden und großzügig Platz lassen. Ein großes Foto auf einer Seite wirkt meist edler als viele kleine, die sich gegenseitig die Aufmerksamkeit nehmen.

Ordnen Sie die verbliebenen Bilder chronologisch oder nach einem Thema, etwa „Kindheit", „Hochzeit" oder „Urlaube". Diese Struktur hilft Ihnen später beim Layout, weil Sie dann wissen, welche Bilder zusammengehören und welche Geschichte der Band erzählen soll. Wenn Sie alte und neue Fotos mischen, bietet sich eine chronologische Reihenfolge an, damit der Betrachter die Entwicklung über die Jahre nachvollziehen kann.

Scans richtig vorbereiten

Papierfotos müssen Sie vor dem Einfügen in das Fotobuch digitalisieren. Ein handelsüblicher Flachbettscanner reicht für die meisten Zwecke aus, sofern er eine ausreichende Auflösung hat. Wenn Sie die Bilder später stark vergrößern möchten, etwa auf eine ganze Buchseite, wählen Sie eine höhere Auflösung. Höhere Werte bringen bei normalen Papierabzügen kaum sichtbare Vorteile, erzeugen aber sehr große Dateien. Scannen Sie im JPEG-Format, das die Fotobuch-Programme problemlos verarbeiten.

Achten Sie beim Scannen auf sauberes Glas und eine glatte Auflage des Fotos. Staub und Fingerabdrücke können Sie zwar nachträglich am Computer entfernen, aber das kostet Zeit. Wenn das Papier wellig oder geknickt ist, legen Sie ein schweres Buch auf den Scannerdeckel, um das Foto anzudrücken. Bei sehr empfindlichen oder eingerissenen Bildern sollten Sie vorsichtig arbeiten und das Original nicht zusätzlich belasten.

Nach dem Scannen können Sie die Bilder am Computer leicht verbessern. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme bieten Funktionen wie Helligkeit, Kontrast und Farbabgleich. Drehen Sie das Bild gerade, falls es schief liegt, und schneiden Sie weiße Ränder oder Fremdkörper am Rand weg. Übertreiben Sie die Korrekturen nicht: Ein leicht vergilbtes Foto wirkt authentisch, während ein übermäßig aufgehelltes Bild oft unnatürlich aussieht.

Bildqualität und Auflösung prüfen

Die größte Herausforderung beim Mischen alter und neuer Fotos ist der Unterschied in der Bildqualität. Moderne Handyfotos haben oft eine sehr hohe Auflösung und satte Farben, während alte Abzüge weicher und matter wirken. Das ist kein Fehler, sondern ein Zeichen der Zeit. Sie sollten alte Fotos nicht künstlich schärfen oder mit Filtern bearbeiten, bis sie wie neue aussehen. Besser ist es, sie als das zu präsentieren, was sie sind: Erinnerungen mit eigener Ästhetik.

Achten Sie darauf, dass die Scans eine ausreichende Auflösung für das Buchformat haben. Die meisten Fotobuch-Anbieter geben Mindestanforderungen an, die für die spätere Druckgröße genügen. Wenn Sie ein Bild stark vergrößern möchten, prüfen Sie vorher, ob die Datei dafür genug Pixel enthält.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Scan für die gewünschte Größe taugt, testen Sie ihn im Fotobuch-Programm. Die meisten Programme warnen, wenn die Auflösung zu niedrig ist. Verkleinern Sie in diesem Fall das Bild auf der Seite oder wählen Sie ein anderes Motiv. Ein kleines, scharfes Bild ist immer besser als ein großes, unscharfes.

Fotos zuschneiden und anordnen

Beim Zuschnitt alter Fotos gilt: Weniger ist oft mehr. Viele Papierbilder haben einen weißen Rand oder eine gezackte Kante, die zum Charme des Originals gehört. Sie können diesen Rand entfernen, wenn er stört, aber Sie müssen nicht jedes Bild exakt auf das Motiv beschneiden. Ein schmaler Rand kann das Foto im Buch sogar gut einrahmen.

Achten Sie beim Zuschnitt auf die Bildkomposition. Wenn Sie ein Gesicht oder ein wichtiges Detail in der Bildmitte haben, schneiden Sie nicht zu knapp, sonst wirkt das Motiv gequetscht. Die meisten Fotobuch-Programme bieten ein Raster oder Hilfslinien an. Damit legen Sie den Ausschnitt präzise fest. Nutzen Sie diese Funktion, um den Bildausschnitt zu kontrollieren, statt das Programm automatisch entscheiden zu lassen.

Für das Layout gilt: Mischen Sie die Bildgrößen bewusst. Ein großes, aktuelles Familienfoto kann neben einem kleinen, alten Porträt stehen, das dadurch besonders hervorgehoben wird. Automatische Layouts, die viele Programme anbieten, sind für Einsteiger praktisch, weil sie die Bilder sinnvoll anordnen. Sie können diese Vorschläge aber jederzeit anpassen, etwa indem Sie ein Bild vergrößern oder die Position tauschen. Probieren Sie verschiedene Anordnungen aus, bis die Seite stimmig wirkt.

Beschriftung und persönliche Notizen

Die Texte im Fotobuch machen die Erinnerung oft lebendig. Schreiben Sie zu jedem Bild oder zu jeder Doppelseite ein paar Sätze: Wer ist zu sehen, wann und wo wurde das Foto aufgenommen, welche Geschichte verbindet sich damit? Schon wenige Zeilen reichen, um den Bildern einen Kontext zu geben, den spätere Betrachter sonst nicht hätten.

Achten Sie bei der Beschriftung auf eine gut lesbare Schriftgröße und einen ruhigen Hintergrund. Platzieren Sie den Text nicht direkt auf einem unruhigen Bild, sondern in einer freien Fläche oder auf einer einfarbigen Fläche. Wenn Sie alte Fotos beschriften, notieren Sie auch, wann das Original entstanden ist, falls Sie es wissen. So wird das Buch zu einem kleinen Familienarchiv, das über Generationen weitergegeben werden kann.