Fotobuch-Anbieter im Vergleich: Welcher Dienst überzeugt?
Ein Fotobuch ist ein gebundenes Album, das Sie mit eigenen Fotos, Texten und Gestaltungselementen zusammenstellen und drucken lassen. Die Anbieter stellen dafür einen Online-Editor oder eine Software bereit; den Druck übernimmt der Dienst. Die Schweizer Zeitschrift Saldo und das deutsche Magazin IMTEST haben unabhängig voneinander mehrere Anbieter getestet und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Welcher Dienst zu Ihnen passt, hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist: Druckqualität oder Bedienkomfort.
Zwei Tests, zwei Sieger
Die beiden Tests setzten unterschiedliche Schwerpunkte, und weil die Anbieter unterschiedliche Stärken haben, gab es zwei verschiedene Sieger.
Der Schweizer Test von Saldo prüfte acht Anbieter. Er bewertete die Druckqualität und die Gestaltungssoftware. Die getesteten Bücher hatten das Format A4, umfassten 26 Seiten und kosteten zwischen etwa 30 und 55 Schweizer Franken. In diesem Test schnitten Ifolor und Cewe am besten ab, Ifolor belegte den ersten Platz.
IMTEST testete dagegen nur fünf Anbieter: Cewe, Pixum, MyPoster, MyFujifilm und MeinFoto. Hier gewann Pixum, vor allem wegen der Gestaltungssoftware.
Ifolor und Cewe überzeugen mit Druckqualität
Im Saldo-Test überzeugten Ifolor und Cewe mit detailreichen Drucken, ausgewogenem Kontrast und realistischen Farben. Ifolor lieferte die beste Bildqualität. Auch die Gestaltungssoftware schnitt bei Ifolor am besten ab. Die Bindung der Bücher, also die Verarbeitung des Buchrückens, bewerteten die Tester bei allen acht Anbietern mit sehr gut.
Wenn Sie also Wert auf eine hohe Druckqualität legen und Ihre Fotos möglichst originalgetreu wiedergegeben haben möchten, sind Ifolor und Cewe eine gute Wahl. Beide Anbieter bieten ihre Produkte in Deutschland mit identischer Ausstattung und Software an. Sie können die Testergebnisse also direkt übertragen.
Pixum punktet mit der Software
Der IMTEST-Sieger Pixum überzeugte vor allem durch seinen Editor. Die Tester lobten die angenehme, klar strukturierte Bedienoberfläche. Sie ist nicht mit Funktionen überladen und bietet keine versteckten Optionen. Das ist besonders für Einsteiger angenehm, die nicht lange nach den richtigen Werkzeugen suchen möchten.
Im Editor von Pixum setzen Sie Karten-Pins in verschiedenen Farben. Damit markieren Sie Orte in Reisefotobüchern farblich, etwa um verschiedene Etappen einer Reise zu unterscheiden. IMTEST fand diese Funktion ideal für Reisebücher. Auch die 3D-Vorschau fanden die Tester sehr gelungen: Mit ihr können Sie das fertige Buch vor der Bestellung virtuell durchblättern.
Wenn Sie also viel Wert auf eine einfache, übersichtliche Software legen und Ihr Fotobuch ohne lange Einarbeitung gestalten möchten, ist Pixum eine starke Alternative.
Worauf Sie beim Anbieter achten sollten
Unabhängig von den Testergebnissen sollten Sie einige Kriterien beachten. Sie beeinflussen, wie gut Ihnen die Gestaltung gelingt und wie das fertige Buch aussieht.
Achten Sie darauf, dass der Editor einfach zu bedienen ist und viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Dazu gehören Vorlagen für verschiedene Anlässe, Hintergründe, Cliparts und die Möglichkeit, eigene Texte zu platzieren. Ein guter Editor lässt Ihnen die Freiheit, das Buch nach Ihren Vorstellungen zu gestalten, ohne dass Sie sich durch eine unübersichtliche Menüstruktur kämpfen müssen.
Wichtig ist auch die Auswahl an Materialien. Gute Anbieter bieten mehrere Materialien für den Umschlag und die Innenseiten an. Das Material beeinflusst den Look des Buches und die Qualität der Fotos. Ein Hardcover-Umschlag wirkt hochwertiger als ein Softcover, und glänzendes oder mattes Papier verändert die Farbwiedergabe. Überlegen Sie vor der Bestellung, welchen Eindruck das Buch machen soll und wofür Sie es verwenden möchten.
Ein weiteres Kriterium ist die Verfügbarkeit von Desktop-Software und App. Viele Anbieter bieten beide Varianten an. Die App sollte an die Bedienung auf dem Smartphone angepasst sein, damit Sie auch unterwegs an Ihrem Fotobuch arbeiten können. Manche Nutzer bevorzugen die Desktop-Software, weil der größere Bildschirm die Gestaltung erleichtert, andere schätzen die Flexibilität der App.