So planen Sie Ihr Fotobuch vor dem Gestalten
Ein Fotobuch erzählt eine Geschichte, keine lose Bildersammlung. Bevor Sie das Buch in der Software des Anbieters anlegen, legen Sie Thema, Seitenzahl, Reihenfolge und groben Aufbau fest.
Diese Planung spart Zeit beim Gestalten und verhindert ein beliebig zusammengewürfeltes Buch. Pro Buch gilt: ein Ereignis oder eine klare Geschichte.
Ein Ereignis pro Buch
Entscheiden Sie zuerst, wovon das Buch handelt. Ein Fotobuch funktioniert am besten, wenn es sich auf ein einzelnes Ereignis konzentriert. Mischen Sie nicht unterschiedliche Themen wie einen Geburtstag und eine Hochzeit in einem Buch. Das macht die Seiten unruhig und verwirrt den Betrachter, weil keine zusammenhängende Geschichte entsteht.
Für ein Reisebuch wählen Sie eine einzelne Reise oder einen klar abgegrenzten Abschnitt, etwa nur den Städtetrip nach Lissabon oder nur die Wanderwoche in den Alpen. Ein Familienbuch kann ein Jahr zusammenfassen, sollte dann aber eine klare Klammer haben, etwa die Jahreszeiten oder die Entwicklung der Kinder. Bei einem Hochzeitsbuch gehört alles rund um den Tag selbst hinein: Vorbereitung, Zeremonie, Feier und vielleicht die Flitterwochen als eigener Abschnitt.
Wenn Sie nur wenige Bilder zu einem Thema haben, ist das kein Problem. Ein Kurztrip oder ein Kindergeburtstag bekommt mit wenigen Seiten eine eigene kleine Bühne. Dafür eignen sich kleine Formate wie A5 mit weniger Seiten. Ein dünnes Buch mit zehn bis zwanzig Seiten ist besser als ein aufgeblähtes Buch, das mit Füllmaterial gestreckt wurde.
Seitenzahl bestimmen
Die Seitenzahl ergibt sich aus der Menge an Fotos, die wirklich zur Geschichte beitragen. Gehen Sie Ihre Bildersammlung durch und wählen Sie die besten Aufnahmen aus, bevor Sie die Seitenzahl festlegen. Eine gute Faustregel: Planen Sie pro Seite ein bis drei Fotos ein, je nach Format und Layout. Bei einem Querformat mit großen Bildern passt oft nur ein Foto pro Seite, bei kleineren Bildern können es drei oder vier sein.
Zählen Sie die ausgewählten Fotos und rechnen Sie grob hoch, wie viele Seiten Sie benötigen. Planen Sie etwas Puffer ein, falls Sie einzelne Bilder größer zeigen möchten. Die meisten Anbieter geben Mindest- und Höchstseitenzahlen vor. Sie sollten diese vor der Gestaltung kennen.
Ein häufiger Fehler ist, zu viele Bilder unterzubringen. Wenn jede Seite überladen wirkt, verlieren die einzelnen Fotos ihre Wirkung. Streichen Sie ruhig Bilder, die ähnlich sind oder technisch schwächer ausfallen. Ein gutes Buch lebt von der Auswahl, nicht von der Menge.
Chronologie oder Themenblöcke
Die Reihenfolge der Fotos bestimmt, wie die Geschichte erzählt wird. Bei den meisten Büchern, besonders bei Reisen und Hochzeiten, bietet sich die chronologische Reihenfolge an. Sie zeigt den Ablauf des Ereignisses und ist für den Betrachter leicht nachzuvollziehen. Bei einem Reisebuch können Sie die Stationen der Reise in der tatsächlichen Abfolge zeigen, vom Start bis zur Rückkehr.
Bei Familienbüchern ist eine chronologische Ordnung nach Monaten oder nach Lebensabschnitten sinnvoll. Sie können das Jahr aber auch in Themenblöcke unterteilen, etwa Schule, Urlaub und Feste. Wichtig ist, dass der Leser die Struktur erkennt. Wenn Sie thematisch ordnen, trennen Sie die Blöcke klar voneinander, zum Beispiel durch eine eigene Seite mit Überschrift.
Legen Sie vor dem Gestalten eine grobe Kapitelstruktur fest. Notieren Sie sich, welche Bilder zu welchem Abschnitt gehören und in welcher Reihenfolge sie erscheinen sollen. Das kann eine einfache Liste sein oder eine Tabelle mit den wichtigsten Bildern pro Kapitel. Diese Struktur dient als roter Faden, an dem Sie sich beim Gestalten orientieren.
Typische Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler ist, unterschiedliche Themen in einem Buch zu mischen. Ein Geburtstag und eine Hochzeit gehören nicht zusammen, auch wenn beide im selben Jahr stattfanden. Legen Sie für jedes Ereignis ein eigenes Buch an oder wählen Sie ein übergeordnetes Thema, das beide Ereignisse verbindet.
Ein weiterer Fehler ist, ohne Auswahl zu arbeiten. Wenn Sie alle Fotos der Reise ins Buch übernehmen, verlieren die schönsten Aufnahmen ihre Wirkung. Treffen Sie eine Vorauswahl und reduzieren Sie auf die Bilder, die die Geschichte tragen. Das ist anstrengend, zahlt sich aber auf jeder Seite aus.
Auch die fehlende Struktur führt zu Problemen. Wer direkt mit dem Gestalten beginnt, ohne Reihenfolge und Aufbau zu kennen, schiebt Seiten hin und her und verliert den Überblick. Die Planung vorab verhindert, dass Sie in der Software mühsam umsortieren müssen. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, um Thema, Seitenzahl und Reihenfolge festzulegen, bevor Sie das erste Bild platzieren.