Texte im Fotobuch richtig platzieren und gestalten
Ein Fotobuch lebt von seinen Bildern, doch ohne Texte bleibt offen, wer abgebildet ist, wo das Foto entstand und warum es aufgenommen wurde. Texte beantworten diese Fragen und machen das Buch zu einem persönlichen Dokument.
Platzieren und gestalten Sie Texte so, dass sie die Fotos unterstützen, statt sie zu überladen. Es gibt keine allgemeingültige Lösung, aber einige Grundregeln führen zu einem stimmigen Ergebnis.
Wozu Texte im Fotobuch dienen
Texte übernehmen mehrere Aufgaben. Sie helfen Ihnen, Momente und Namen festzuhalten. Sie erklären Betrachtern, die nicht dabei waren, den Zusammenhang. Sie ziehen sich als roter Faden durch das Buch und geben ihm eine Struktur. Und sie lockern Seiten auf oder gliedern sie.
Welche Aufgabe der Text übernimmt, hängt vom Charakter des Buches ab. Ein Reisebuch braucht Ortsangaben und vielleicht eine kurze Anekdote. Ein Buch über das Heranwachsen von Kindern oder Tieren lebt von Daten und kleinen Geschichten. Ein Fotoalbum zu einer Feier kommt oft mit wenigen, prägnanten Texten aus, weil die Bilder für sich sprechen. Ein Buch über ein Hobby verträgt dagegen ausführlichere Erklärungen.
Textart und Menge anpassen
Die Menge an Text richtet sich danach, wer das Buch später in die Hand nimmt. Ein Buch nur für sich selbst darf persönliche Notizen enthalten, die niemand sonst verstehen muss. Ein Geschenk für einen nahen Menschen kann vertraute Anspielungen nutzen. Ein Buch für unbekannte Dritte, etwa als Gästebuch oder für eine Ausstellung, braucht dagegen vollständige Sätze und klare Erklärungen.
Als Faustregel gilt: Lieber weniger Text als zu viel. Ein Satz pro Bild reicht oft, zwei Sätze sind die Obergrenze für Bildunterschriften. Längere Passagen gehören auf eine eigene Seite oder in die Einleitung. Wenn Sie auf jeder Seite einen langen Absatz unterbringen, verliert das Foto seine Wirkung.
Bildunterschriften kurz und konkret
Bildunterschriften sollten die wichtigsten Informationen in einem kurzen Satz nennen: Wer ist zu sehen, wo und wann war die Aufnahme, was passiert gerade. Die Reihenfolge der Informationen richtet sich nach dem Buchthema. In einem Reisebuch steht der Ort zuerst, in einem Familienbuch der Name.
Die Unterschrift gehört in die Nähe des Fotos, auf das sie sich bezieht. Steht sie weiter weg, muss der Leser suchen, welches Bild gemeint ist. Bei mehreren Bildern auf einer Seite setzen Sie die Unterschrift direkt unter oder neben das jeweilige Foto. Ein einheitliches Muster, etwa immer unter dem Bild, erleichtert das Lesen.
Widmungen und Einleitungstexte
Eine Widmung steht am Anfang des Buches, meist auf der ersten oder zweiten Seite. Sie richtet sich an eine bestimmte Person und nennt den Anlass. Kurz und persönlich wirkt sie am besten, etwa als Dankesatz zum Geburtstag oder zur Hochzeit. Wer mehr erzählen möchte, schreibt eine Einleitung, die das Buchthema vorstellt und den Bogen zu den folgenden Seiten spannt.
Widmungen müssen nicht lang sein. Ein bis drei Sätze reichen, um dem Buch eine persönliche Note zu geben. Wenn Sie unsicher sind, ob der Text zum Anlass passt, lesen Sie ihn laut vor. Klingt er natürlich und ehrlich, passt er.
Schrift, Größe und Lesbarkeit
Die Lesbarkeit entscheidet, ob ein Text gelesen wird. Eine gut lesbare Schrift ist wichtiger als eine ausgefallene. Serifenlose Schriften wie Arial oder Helvetica wirken modern und klar, Serifenschriften wie Times wirken klassisch. Für Fließtexte wählen Sie eine Größe, die bequem zu lesen ist. Für Überschriften und Widmungen darf es größer sein.
Der Kontrast zwischen Text und Hintergrund entscheidet über die Lesbarkeit. Dunkler Text auf hellem Grund ist am besten zu lesen. Liegt der Text auf einem Foto, braucht er einen ruhigen Bildbereich oder eine Fläche mit einfarbigem Hintergrund. Heller Text auf hellem Himmel oder dunkler Text auf dunkler Wiese verschwindet. Viele Fotobuchprogramme bieten Textfelder mit farbigem Untergrund an, die den Kontrast sichern.
Wenn Sie in der CEWE Fotowelt einen neuen Text anlegen, übernimmt das Programm die Einstellungen des ersten Textes. So bleiben Schrift, Größe und Farbe automatisch einheitlich. Das erleichtert es, ein durchgängiges Schriftbild zu halten.
Textplatzierung auf der Seite
In den meisten Fotobuchprogrammen können Sie Text frei auf der Seite verschieben, auch über Fotos hinweg. In der CEWE Fotowelt liegt Text immer in der obersten Ebene, Sie können ihn also problemlos auf einem Bild platzieren. Wichtig ist, dass der Text nicht die Hauptmotive verdeckt. Gesichter, wichtige Details und der Bildmittelpunkt sollten frei bleiben.
Die Ausrichtung sollte zur Bildgestaltung passen. Linksbündiger Text wirkt ruhig und ist am leichtesten zu lesen. Zentrierter Text eignet sich für Widmungen und kurze Titel, bei längeren Texten stört er den Lesefluss. Ein einheitlicher Abstand zum Seitenrand und zu den Bildern gibt der Seite Struktur.
Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist zu viel Text. Wer jedes Bild mit einem langen Absatz versieht, überfrachtet die Seiten. Ebenso problematisch sind zu viele verschiedene Schriften und Farben auf einer Seite. Zwei Schriften reichen, eine für Überschriften und eine für Fließtext, und die Farben sollten zum Buch passen.
Auch bei der Platzierung können Fehler passieren. Text, der über Gesichter oder wichtige Bildteile läuft, zerstört die Wirkung des Fotos. Text in schlecht lesbaren Farben, etwa gelb auf weiß oder rot auf grün, ermüdet den Leser. Rechtschreibfehler fallen in einem gedruckten Buch besonders auf, deshalb lohnt sich ein Korrekturlesen vor dem Bestellen.
Viele übersehen das Urheberrecht. Zitate aus Büchern oder Liedtexten dürfen Sie nicht einfach übernehmen. Eigene Formulierungen sind immer die sichere Wahl, und für fremde Texte brauchen Sie die Erlaubnis des Rechteinhabers.