Experten-Tipps für bessere Fotos im Druck

Wer Fotos zu Hause ausdruckt oder als Fotogeschenk bestellt, kennt das Problem: Auf dem Bildschirm wirkt das Bild kräftig und farbenfroh, der Ausdruck blass oder dunkler. Das liegt an der unterschiedlichen Technik. Bildschirme erzeugen Farben mit Licht in den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Drucker arbeiten mit Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) und drucken winzige Farbpunkte auf Papier, das das Umgebungslicht reflektiert. Deshalb sieht ein Druck nie exakt so aus wie der Monitor.

Mit den richtigen Einstellungen und etwas Vorbereitung kommen Sie dem gewünschten Ergebnis aber sehr nahe. Die folgenden Tipps gelten für den eigenen Drucker ebenso wie für Online-Dienste wie Frank Schmidt – Fotogeschenke Online, die Fotobücher, Leinwände und Einzelabzüge produzieren.

Farbraum und Auflösung

Der wichtigste Unterschied ist der Farbraum. Ein Monitor kann mehr Farben darstellen als ein Drucker mit CMYK-Farben. Besonders kräftige, leuchtende Töne wie sattes Türkis oder leuchtendes Orange lassen sich mit Druckfarbe nicht exakt wiedergeben. Zusätzlich spielt das Papier eine Rolle: Weiße Flächen werden nicht mit weißer Farbe gedruckt, sondern bleiben unbedruckt und zeigen den Papierton. Auf einem leicht gelblichen Papier wirken deshalb auch die hellen Bildbereiche wärmer.

Auch die Auflösung ist wichtig. Der Drucker zerlegt das Bild in feine Punkte. Details wie Haare, Gras oder feine Texturen können dadurch leicht unschärfer wirken als auf dem Bildschirm. Je höher die Druckauflösung und je besser das Papier, desto feiner sind die Punkte und desto detailreicher das Ergebnis.

Das richtige Papier wählen

Das Papier beeinflusst die Druckqualität am stärksten. Normales Kopierpapier saugt die Tinte auf, die Farben verlaufen und wirken matt und blass. Für Fotos sollten Sie ein Papier verwenden, das für den Tintenstrahldruck geeignet ist. Fotopapier hat eine spezielle Beschichtung, die die Tinte auf der Oberfläche hält. Dadurch werden Farben kräftiger und Kontraste deutlicher.

Achten Sie beim Kauf auf die Angaben des Herstellers. Viele Druckerhersteller bieten eigenes Fotopapier an, das auf die jeweiligen Druckermodelle abgestimmt ist. Auch günstigere Alternativen von Drittanbietern können gute Ergebnisse liefern, wenn sie für Tintenstrahldrucker geeignet sind. Für besondere Anlässe wie ein hochwertiges Fotogeschenk lohnt sich ein Papier mit glänzender oder seidenmatter Oberfläche, da diese die Farben besonders gut zur Geltung bringt.

Die Druckereinstellungen anpassen

Bevor Sie drucken, sollten Sie die Druckereinstellungen überprüfen. Die meisten Drucker bieten einen Fotodruckmodus oder eine höchste Qualitätsstufe an. Diese Einstellung sorgt dafür, dass der Drucker mehr Tinte aufträgt und feinere Punkte setzt. Der Druck dauert dann länger und verbraucht mehr Tinte, das Ergebnis ist aber deutlich besser.

Wählen Sie außerdem das richtige Papierformat und den passenden Papiertyp in den Druckereinstellungen aus. Wenn Sie Fotopapier verwenden, stellen Sie den Drucker auf „Fotopapier" oder „Glanzpapier" ein. Der Drucker passt dann die Tintenmenge und die Trocknungszeit entsprechend an. Viele Drucker fragen auch nach, ob Sie die Farbkorrektur vom Drucker oder vom Computer übernehmen sollen. Für Einsteiger ist die automatische Einstellung meist die sicherste Wahl. Wenn Sie mehr Kontrolle möchten, können Sie die Farbverwaltung im Bildbearbeitungsprogramm übernehmen und dort die Farben an den Drucker anpassen.

Mit Tinte und Patronen umgehen

Die Tintenqualität beeinflusst, wie die Farben aussehen und wie lange der Druck hält. Herstellertinte ist auf die Druckermodelle abgestimmt und liefert in der Regel die genauesten Farben. Kompatible Patronen von Drittanbietern sind oft günstiger, können aber zu Farbabweichungen führen. Wenn Sie kompatible Tinte verwenden, achten Sie auf Marken, die für Ihren Drucker freigegeben sind und gute Bewertungen haben.

Ein häufiger Fehler ist das Drucken mit fast leerer Patrone. Wenn eine Farbe zur Neige geht, mischt der Drucker die fehlende Farbe aus anderen Patronen. Das Ergebnis wirkt dann matschig oder weist Streifen auf. Tauschen Sie leere Patronen rechtzeitig aus. Auch die Lagerung ist wichtig: Bewahren Sie die Tintenpatronen kühl und trocken auf, damit die Tinte nicht eintrocknet.

Die Vorschau nutzen

Die Druckvorschau zeigt Ihnen, wie das Bild auf dem Papier aussehen wird, bevor Sie den Druck starten. Nutzen Sie sie immer, besonders bei Fotodrucken. In der Vorschau erkennen Sie, ob das Bild beschnitten wird, ob Ränder fehlen oder ob die Farben anders wirken als erwartet. Viele Druckertreiber bieten in der Vorschau auch eine Farbkorrektur an, mit der Sie Helligkeit und Kontrast anpassen können.

Wenn Sie ein Bild für ein Fotogeschenk vorbereiten, prüfen Sie in der Vorschau auch die Auflösung. Ein Bild mit zu wenigen Pixeln wirkt im Druck unscharf oder pixelig. Als Faustregel gilt: Für einen Druck in Postkartengröße brauchen Sie genug Pixel, für größere Formate entsprechend mehr. Die meisten Online-Dienste wie Frank Schmidt – Fotogeschenke Online weisen Sie darauf hin, wenn ein Bild zu klein ist.