Fotobuch-Anbieter im Preis-Leistungs-Vergleich

Rund sechs Millionen Fotobücher werden in Deutschland jedes Jahr bestellt, viele als Geschenk zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zur Hochzeit. Wer zum ersten Mal eines gestaltet, steht vor einer unübersichtlichen Auswahl: Cewe, Pixum, WhiteWall, Aldi Foto und weitere Anbieter werben mit Sonderangeboten und Rabattaktionen.

Einen pauschalen Testsieger gibt es nicht. Ob ein günstiges Softcover für den Alltag oder ein hochwertiges Hardcover für ein Geschenk die bessere Wahl ist, hängt vom Verwendungszweck ab. Vergleichen Sie Anbieter nach konkreten Kriterien und prüfen Sie, wie sich die Druckverfahren unterscheiden.

Softcover oder Hardcover: Die erste Entscheidung

Die wichtigste Entscheidung beim Fotobuch-Kauf ist die Wahl des Einbands. Ein Softcover-Buch hat einen flexiblen, dünnen Umschlag und ist in der Regel deutlich günstiger. Es eignet sich für Fotoalben, die Sie selbst durchblättern, für Kinderbücher oder für große Auflagen, etwa wenn jede Großmutter ein Exemplar bekommen soll. Ein Hardcover-Buch hat einen festen, stabilen Einband und wirkt hochwertiger. Es übersteht häufiges Blättern und Transport besser und macht als Geschenk mehr her.

Der Preisunterschied zwischen beiden Varianten ist bei fast allen Anbietern erheblich. Weitere Kostenfaktoren sind die Seitenzahl, das Papier, die Größe des Buches und die Wahl zwischen Hochglanz- und Mattcover. Vergleichen Sie daher immer Angebote mit gleicher Ausstattung. Ein günstiger Listenpreis nützt wenig, wenn das gewünschte Format beim Anbieter doppelt so teuer ist wie anderswo.

Echtfotobuch oder Digitaldruck: Der Qualitätsunterschied

Das Druckverfahren entscheidet über die Qualität. Beim Digitaldruck wird die Farbe direkt auf das Papier gedruckt, ähnlich wie bei einem Bürodrucker, nur in besserer Qualität. Beim Echtfotobuch belichtet der Anbieter das Foto auf echtes Fotopapier, das in das Buch eingeklebt wird. Echtfotobücher liefern sattere Farben, feinere Abstufungen und eine glänzendere Oberfläche. Sie sind teurer, lohnen sich aber bei Bildern mit hohem Kontrast, dunklen Partien oder feinen Farbverläufen.

Ein Test des Magazins Foto Heute verglich Echtfotobücher und Digitaldruck-Fotobücher der Anbieter Cewe, Pixum, WhiteWall und Aldi Foto. Das Ergebnis zeigt: Bei gleichem Druckverfahren sind die Unterschiede zwischen den Anbietern gering. Der Unterschied zwischen Echtfotobuch und Digitaldruck ist dagegen deutlich sichtbar. Wenn Sie Ihre Bilder vor allem digital betrachten und nur ein einfaches Album wünschen, reicht ein Digitaldruck. Für ein Geschenkbuch mit Urlaubs- oder Familienfotos sollten Sie ein Echtfotobuch wählen.

Die Gestaltungssoftware entscheidet über den Aufwand

Die Qualität des Buches hängt auch davon ab, wie gut Sie es gestalten können. Jeder Anbieter stellt eine eigene Software bereit, entweder als Download für den Computer oder als Online-Editor im Browser. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob die Bedienung zu Ihrem Arbeitsstil passt. Eine gute Software bietet automatische Layout-Vorschläge, die Ihre Fotos sinnvoll anordnen, sowie manuelle Werkzeuge, mit denen Sie jedes Element selbst verschieben, drehen und skalieren können.

Achten Sie außerdem auf die Auswahl an Vorlagen und Hintergründen. Manche Anbieter setzen stark auf vorgefertigte Designs, andere erlauben freie Gestaltung bis ins Detail. Wenn Sie wenig Zeit haben, sind automatische Funktionen hilfreich, die das Buch in wenigen Minuten erstellen. Wenn Sie Wert auf individuelle Gestaltung legen, brauchen Sie eine Software mit Ebenen, Textfeldern und Cliparts.

Praktisch ist auch die App. Viele Anbieter bieten eine mobile App an, deren Design an den kleinen Bildschirm des Smartphones angepasst ist. Das ist nützlich, wenn Sie unterwegs Fotos auswählen oder ein Buch auf dem Tablet gestalten möchten. Für umfangreiche Projekte mit mehreren hundert Bildern ist die Desktop-Software jedoch meist komfortabler, weil sie schneller arbeitet und mehr Funktionen bietet.

So vergleichen Sie Anbieter selbst

Statt sich auf Werbeversprechen zu verlassen, können Sie in wenigen Schritten einen eigenen Preis-Leistungs-Vergleich machen. Legen Sie dafür ein Musterbuch fest, etwa ein Hardcover in einem gängigen Format mit einer üblichen Seitenzahl und glänzendem Papier. Erstellen Sie bei drei bis vier Anbietern ein Angebot mit denselben Vorgaben und notieren Sie die Endpreise inklusive Versandkosten.

Beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

  • Aktionen und Rabatte: Fotobuch-Anbieter gewähren regelmäßig Rabatte, oft zu Feiertagen oder saisonal. Der Listenpreis ist selten der tatsächliche Preis. Suchen Sie nach aktuellen Gutscheincodes, bevor Sie bestellen.
  • Versandkosten: Diese unterscheiden sich stark. Manche Anbieter liefern ab einem Bestellwert kostenlos, andere verlangen pauschal mehrere Euro. Rechnen Sie die Versandkosten in den Vergleich ein.
  • Lieferzeit: Standardlieferungen dauern meist drei bis fünf Werktage, Expresslieferungen sind gegen Aufpreis möglich. Wenn Sie ein Geschenk zu einem festen Termin benötigen, prüfen Sie die angegebenen Lieferzeiten.
  • Garantie und Reklamation: Seriöse Anbieter ersetzen ein mangelhaftes Buch kostenlos. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie bestellen, und bewahren Sie die Bestellbestätigung auf.

Die Fotoqualität können Sie vor der Bestellung nicht vollständig beurteilen. Achten Sie darauf, dass der Anbieter die Auflösung Ihrer Bilder prüft und Sie warnt, wenn ein Bild für die gewählte Größe zu klein ist. Das verhindert enttäuschende, unscharfe Drucke.

Worauf Sie bei der Bildvorbereitung achten sollten

Fotobücher werden in der Regel im RGB-Farbraum gedruckt, während viele Kameras und Smartphones Bilder im sRGB-Format speichern. Das ist unproblematisch, solange Sie die Bilder nicht in einem anderen Farbraum bearbeiten. Wenn Sie mit einem Bildbearbeitungsprogramm arbeiten, exportieren Sie die fertigen Bilder als JPEG in hoher Qualität.

Für den Druck sollten Ihre Bilder eine ausreichende Auflösung für die gewünschte Druckgröße haben. Die meisten Gestaltungsprogramme zeigen eine Warnung an, wenn die Auflösung zu niedrig ist. Nehmen Sie diese Warnung ernst, denn ein unscharfes Bild lässt sich nach dem Druck nicht mehr korrigieren.