Fotobuch erstellen: Software, Browser oder App?

Ein Fotobuch macht aus Ihren digitalen Schnappschüssen ein gebundenes Album zum Verschenken oder Aufbewahren. Drei Werkzeuge stehen zur Wahl: installierte Desktop-Software, Browser-Editor auf der Anbieter-Website oder App für Smartphone und Tablet.

Die Browser-Variante ist für Einsteiger am einfachsten, weil sie keine Installation braucht und alle wichtigen Funktionen bietet. Welche Methode passt, hängt davon ab, wie viele Fotos Sie haben, welches Gerät Sie nutzen und wie viel Sie selbst gestalten möchten.

Browser, Software oder App im Vergleich

Browser-Editor: Sie öffnen die Website des Fotobuch-Anbieters, laden Ihre Fotos hoch und gestalten das Buch direkt im Browserfenster. Das funktioniert auf jedem Computer mit Internetverbindung, unabhängig vom Betriebssystem. Der Anbieter speichert Ihre Arbeit automatisch im Kundenkonto, sodass Sie jederzeit weitermachen können. Für Einsteiger ist diese Variante am unkompliziertesten, weil Sie nichts herunterladen müssen und die Oberfläche meist selbsterklärend ist. Ein Nachteil: Bei sehr vielen Fotos dauert das Hochladen einige Zeit, und Sie haben manchmal weniger Gestaltungsmöglichkeiten als in einer installierten Software.

Desktop-Software: Hier laden Sie ein Programm des Anbieters herunter und installieren es auf Ihrem Rechner. Die Software arbeitet mit Ihren lokalen Dateien, was bei mehreren hundert Fotos schneller geht als das Hochladen in den Browser. Viele Programme können mehr, zum Beispiel Textebenen einfügen, Bilder freistellen oder Farben feinjustieren. Dafür müssen Sie das Programm erst installieren und sich mit einer etwas komplexeren Oberfläche vertraut machen. Wenn Sie regelmäßig Fotobücher erstellen oder Wert auf präzise Layouts legen, lohnt sich dieser Aufwand.

App: Die Fotobuch-App installieren Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Sie greift direkt auf die Fotos in Ihrer Galerie zu, was die Auswahl erheblich erleichtert. Sie bedienen die App über Touch-Gesten, und die meisten Apps führen Sie Schritt für Schritt durch die Gestaltung. Diese Variante ist die einfachste, wenn Sie Ihre Fotos ohnehin auf dem Handy haben und ein kompaktes Album erstellen möchten. Der Bildschirm ist allerdings kleiner als am Computer, und die Feinarbeit an Layouts ist auf dem Tablet angenehmer als auf dem Smartphone. Für ein aufwendiges Buch mit vielen Seiten ist die App daher weniger geeignet.

Worauf es bei Anbieter und Software ankommt

Wie gut das fertige Buch wird, hängt nicht nur von der Gestaltungsmethode ab, sondern auch vom Anbieter. Tests zeigen deutliche Unterschiede bei Papierstärke, Bindung, Buchrücken und Veredelung. Ein günstiger Preis nützt wenig, wenn die Seiten nach kurzer Zeit wellig werden oder die Bindung beim Aufschlagen bricht. Achten Sie deshalb auf die Materialangaben des Anbieters und wählen Sie ein Papiergewicht, das zu Ihrer Nutzung passt. Für ein Album, das Sie oft in die Hand nehmen, lohnt sich eine stabilere Bindung und ein festeres Papier.

Auch die Gestaltungssoftware selbst ist unterschiedlich. Manche Anbieter setzen auf vorgefertigte Layouts, die Sie nur mit Ihren Fotos befüllen. Andere lassen Sie Bilder und Texte auf jeder Seite frei platzieren. Wenn Sie wenig Erfahrung haben, sind automatische Layout-Vorschläge hilfreich. Wenn Sie eigene Ideen umsetzen möchten, brauchen Sie einen Editor mit freien Gestaltungsmöglichkeiten. Die meisten Anbieter bieten beide Modi an, sodass Sie je nach Lust und Laune wechseln können.

Vom Hochladen bis zur Bestellung

Egal welche Methode Sie wählen, der Ablauf ist bei fast allen Anbietern ähnlich. Sie wählen zuerst das gewünschte Format und die Anzahl der Seiten. Danach laden Sie Ihre Fotos hoch beziehungsweise wählen sie in der App aus. Sortieren Sie die Bilder vorher am besten nach Ereignissen oder Zeiträumen, damit Sie im Editor nicht lange suchen müssen.

Im nächsten Schritt entscheiden Sie, ob Sie ein automatisches Layout verwenden oder jede Seite selbst gestalten. Die automatische Variante verteilt Ihre Fotos nach einem festen Raster auf die Seiten und ist in wenigen Minuten fertig. Bei der manuellen Gestaltung bestimmen Sie Anordnung, Größe und Beschriftung selbst. Viele Anbieter mischen beide Ansätze: Sie starten mit einem automatischen Entwurf und passen einzelne Seiten danach von Hand an.

Bevor Sie bestellen, prüfen Sie die Seitenansicht sorgfältig. Kontrollieren Sie, ob Fotos angeschnitten werden, ob Texte vollständig sichtbar sind und ob die Reihenfolge stimmt. Die meisten Anbieter weisen auf mögliche Probleme hin, etwa wenn ein Bild zu wenig Auflösung für die gewählte Größe hat. Nehmen Sie sich für diese Kontrolle Zeit, denn nach dem Druck lässt sich nichts mehr korrigieren.

Anschließend legen Sie das Buch in den Warenkorb und wählen die gewünschte Ausstattung. Neben der Bindung können Sie oft auch ein Cover mit persönlichem Foto gestalten und eine Veredelung wie eine matte oder glänzende Oberfläche wählen. Die Lieferzeit beträgt in der Regel einige Tage bis zwei Wochen, je nach Anbieter und Versandart. Manche Anbieter bieten eine Express-Option gegen Aufpreis an.