Fotobuch gestalten: Tipps für ein schönes Layout

Ein Fotobuch macht digitale Bilder zu einem Buch, das man anfassen und durchblättern kann. Das Layout entscheidet, ob das Buch ruhig und stimmig oder unruhig und überladen wirkt.

Die wichtigste Regel ist: Geben Sie dem Buch eine klare Geschichte. Daraus ergeben sich die Anordnung der Bilder und die Gestaltung der Seiten.

Ein Thema, eine Geschichte

Beschränken Sie das Fotobuch auf ein Ereignis. Wenn Sie den 70. Geburtstag der Oma mit dem letzten Urlaub mischen, wird das Buch unruhig, und die wichtigen Momente gehen unter. Ein Jahrbuch ist die Ausnahme: Es darf alle wichtigen Ereignisse eines Jahres enthalten. Für alles andere machen Sie lieber zwei Bücher als eines, das zwei Geschichten erzählt.

Das Buch in Kapitel gliedern

Kapitel geben einer zusammenhängenden Geschichte Struktur. Ordnen Sie die Kapitel chronologisch oder nach besonderen Erlebnissen. Bei einer Hochzeit bieten sich etwa die Vorbereitung, die Zeremonie, die Feier und der Ausklang an. Legen Sie zwischen die Kapitel eine Zwischenseite mit einer kurzen Überschrift. Das macht das Buch übersichtlich und erleichtert das Blättern.

Bilder auswählen und sortieren

Bevor Sie mit dem Gestalten beginnen, wählen Sie die Bilder aus. Entfernen Sie verwackelte Aufnahmen, Fast-Wiederholungen und Serienbilder, die sich nur minimal unterscheiden. Behalten Sie die Fotos, die die Geschichte voranbringen, auch wenn sie nicht technisch perfekt sind. Die Auswahl sortieren Sie in der Reihenfolge, in der sie später erscheinen soll. Achten Sie dabei auf Einheitlichkeit. Bilder mit ähnlicher Farbstimmung wirken auf einer Doppelseite ruhiger als ein bunter Wechsel.

Ruhige Seiten gestalten

Leere Flächen geben den Bildern Raum. Halten Sie die Ränder auf allen Seiten einheitlich, und setzen Sie nicht zu viele Fotos auf eine Seite. Oft wirkt ein starkes Bild auf einer Seite besser als eine Collage aus vier schwächeren. Die wichtigsten Momente dürfen als großflächige Bilder die ganze Seite füllen. Sparen Sie Text für das Wesentliche auf, etwa für Ort, Datum, Name oder einen kurzen Satz. Verwenden Sie im ganzen Buch dieselbe Schrift und dieselbe Textgröße.

Vorlagen nutzen, aber anpassen

Die Gestaltungssoftware der Anbieter bringt Vorlagen mit, die als Ausgangspunkt taugen. Passen Sie sie an, statt sie unverändert zu übernehmen. Tauschen Sie Hintergründe, ändern Sie die Anzahl der Bilder pro Seite und kürzen Sie vorgegebene Texte. Die Software zeigt Ihnen außerdem eine Vorschau, in der Sie jede Seite vor der Bestellung prüfen können. Nutzen Sie diese Vorschau, denn auf dem Bildschirm sehen Sie eher, ob eine Seite überladen wirkt, als beim späteren Durchblättern.

Auf den Druck vorbereiten

Fotos, die bis an den Seitenrand gehen, werden beim Drucken oft leicht beschnitten. Halten Sie deshalb Text von der Außenkante fern, und verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Software die Position genauso übernimmt, wie Sie sie sehen. Verwenden Sie die Originaldateien in hoher Auflösung, nicht heruntergerechnete Versionen aus dem Chat oder aus sozialen Netzwerken. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Bild scharf genug ist, vergrößern Sie es in der Vorschau auf die spätere Druckgröße.