Fotocollagen im Album übersichtlich gestalten

Viele Fotos auf einer Seite machen ein Fotobuch schnell chaotisch, weil jedes Bild um Aufmerksamkeit konkurriert. Weniger Bilder sind nicht die Lösung. Übersicht entsteht durch wiederkehrende Abstände und Größen, eine begrenzte Farbpalette und ein klares Hauptmotiv pro Seite. So behalten Sie auch bei zwanzig Bildern auf einer Doppelseite die Übersicht.

Ruhige Seiten durch Wiederholung

Eine Collage wirkt aufgeräumt, wenn sich Muster wiederholen. Gleiche Bildgrößen, gleichmäßige Abstände zwischen den Fotos und eine wiederkehrende Farbigkeit lassen die Seite wie aus einem Guss wirken. Das Auge nimmt die Wiederholung als Ordnung wahr, auch wenn die Motive sehr unterschiedlich sind.

Konkret heißt das: Wählen Sie nicht fünf verschiedene Rahmenbreiten und drei Abstandsgrößen. Legen Sie sich auf einen Abstand fest, etwa einen halben Zentimeter oder einen Zentimeter, und halten Sie ihn auf der ganzen Seite ein. Auch die Bildgrößen sollten aus wenigen Stufen stammen, zum Beispiel große Quadrate und kleine Rechtecke, statt einer wilden Mischung aus Hoch-, Quer- und Panoramaformaten.

Serien und Blickfang

Wenn Sie viele Fotos unterbringen wollen, denken Sie in Serien statt in Einzelbildern. Eine Serie kann aus drei Bildern vom selben Ort bestehen, aus fünf Aufnahmen derselben Person oder aus einer Abfolge, die eine Geschichte erzählt. Die Serie wirkt als Einheit, wodurch die Seite weniger überladen wirkt.

Zusätzlich braucht jede Seite einen Blickfang. Das kann ein großes Hauptfoto sein, eine Überschrift oder ein grafisches Element. Bei einer Doppelseite funktioniert es gut, eine Seite mit einem einzigen großen Bild zu füllen und die andere Seite mit vielen kleinen Fotos als Collage zu gestalten. Der Kontrast zwischen der ruhigen Bildseite und der belebten Collagenseite hilft dem Auge, sich zu orientieren. Ohne diesen Blickfang konkurrieren alle Bilder gleich stark, und die Seite wirkt unruhig.

Farbpalette eingrenzen

Farben sind der stärkste Unruhefaktor in einer Collage. Wenn jedes Foto kräftige, unterschiedliche Farbtöne enthält, entsteht optisches Rauschen. Sie müssen die Fotos nicht nachträglich einfärben. Sie können aber bei der Auswahl und Anordnung steuern, welche Farben dominieren.

Sortieren Sie die Bilder zunächst nach ihrer vorherrschenden Farbe. Legen Sie Fotos mit ähnlichen Tönen nebeneinander, etwa alle Blau- und Grüntöne auf einer Seite und warme Rot- und Gelbtöne auf der nächsten. So entstehen ruhige Farbblöcke, ohne dass Sie ein einziges Bild bearbeiten müssen. Wenn ein einzelnes Foto farblich stark abweicht, können Sie es entweder als bewussten Blickfang einsetzen oder es in Schwarzweiß umwandeln. Ein schwarz-weißes Bild zwischen farbigen Fotos beruhigt die Seite, weil es nicht mehr mit den anderen Farben konkurriert.

Auch der Hintergrund der Seite spielt mit. Ein weißer oder sehr heller Hintergrund lässt die Fotos atmen. Bunte Hintergründe oder gemusterte Papiere verstärken den Collage-Effekt, machen die Seite aber schnell unruhig. Wenn Sie viele Bilder zeigen wollen, bleiben Sie beim hellen Hintergrund.

Collage in Fotobuch-Programmen erstellen

Die meisten Fotobuch-Programme bieten vorgefertigte Collage-Layouts. Sie sollten sie anpassen, damit die Seite ruhig bleibt. Am Beispiel des CEWE FOTOBUCHS sieht der Ablauf so aus: Fügen Sie zuerst alle Fotos ein, die Sie auf der Seite zeigen wollen. Wählen Sie dann aus der Kategorie Film eine Maske aus und ziehen Sie sie auf die Fotos. Anschließend stellen Sie die Größe der Maske ein, bis die Anordnung passt.

Diese Schritte gelten für CEWE. Andere Anbieter wie Pixum, Saal Digital oder MyPoster haben ähnliche Funktionen, aber andere Menünamen. Suchen Sie in der jeweiligen Software nach Begriffen wie Collage, Maske oder Raster. Wichtig ist der Grundsatz, der für alle Programme gilt: Fügen Sie zuerst alle Bilder ein, bevor Sie mit dem Anordnen beginnen. So sehen Sie sofort, wie viele Fotos Sie unterbringen müssen, und können die Größen entsprechend planen.