Fotokalender für Fortgeschrittene: Eigene Layouts und Collagen
Bei einem Fotokalender bestimmt das Layout, wie Fotos, Kalender mit den Monatsdaten (das Kalendarium), Texte und freie Flächen auf den zwölf Monatsseiten zusammenwirken. Eine Collage zeigt mehrere Bilder auf einer Seite. Ordnen Sie sie so an, dass klar ist, welches Bild zuerst auffällt und welche Bilder es ergänzen.
Legen Sie ein Thema und ein wiederkehrendes Seitenraster fest, also feste Positionen für Bilder, Kalender und Texte. Passen Sie beides an die jeweiligen Motive an, damit der Kalender zusammenhält, ohne dass alle Monatsseiten gleich aussehen.
Thema für den Fotokalender wählen
Ein gemeinsames Thema verbindet die Monatsseiten. Das kann eine Bildserie vom selben Ort sein, etwa eine Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten. Ein Kalender kann zwölf unterschiedliche Ansichten eines Hobbys zeigen. Auch eine Sammlung von Straßenszenen eignet sich; ebenso Motive, die zusammen eine Familiengeschichte erzählen.
Legen Sie vor der Gestaltung fest, was die Bilder verbindet. Das verbindende Element kann ein Motiv sein. Auch eine Farbe oder ein Ort kommen infrage. Ebenso kann eine Entwicklung über das Jahr die Bilder zusammenhalten. Ein Fotokalender-Fachtest empfiehlt, solche thematischen Eckpunkte vor der Bildauswahl zu bestimmen. Damit fällt es leichter, passende Fotos auszuwählen und weniger stimmige Aufnahmen wegzulassen.
Sehen Sie sich die ganze Bildserie an, bevor Sie einzelne Seiten gestalten. Wechseln sich ruhige und detailreiche Motive passend ab? Gibt es ähnliche Bilder, die wenig voneinander unterscheiden? Wenn für einen Monat kein passendes Foto vorhanden ist, hilft eine gezielte neue Aufnahme oft mehr als ein beliebiges Bild aus dem Archiv.
Ein wiederkehrendes Seitenraster entwickeln
Ein Grundraster legt fest, wo wiederkehrende Elemente stehen und wie groß sie sind. Sie können zum Beispiel den Kalender immer am unteren Rand platzieren und den oberen Bereich für das Foto reservieren. Gleiche Abstände, eine einheitliche Schrift und wenige Textstile sorgen dafür, dass die Monatsseiten zusammenpassen.
Das Raster muss nicht jede Seite vollständig festlegen. Lassen Sie Platz für unterschiedliche Bildformate und Motive. Ein Hochformatmotiv braucht eine andere Fläche als ein breites Landschaftsfoto. Passt der Bildausschnitt nicht ins Raster, ändern Sie lieber die Bildfläche für diesen Monat, statt das Foto ungünstig zuzuschneiden.
Beginnen Sie mit drei Seitentypen. Der erste zeigt ein großes Einzelbild. Der zweite kombiniert ein Hauptbild mit kleineren Ergänzungen. Der dritte enthält mehrere gleich wichtige Bilder. Verteilen Sie diese Varianten probeweise über das Jahr. So erkennen Sie früh, ob das Grundraster zur Bildserie passt.
Bilder in einer Fotocollage ordnen
Eine gute Collage ordnet Bilder so, dass ihr Zusammenhang erkennbar ist. Die Fotos können denselben Ort zu verschiedenen Zeiten zeigen, einen Ablauf dokumentieren oder ähnliche Farben haben. Legen Sie zuerst das Hauptmotiv fest. Die kleineren Bilder sollen es ergänzen und nicht nur weitere Motive zeigen.
Kombinieren Sie zum Beispiel ein großes Hauptbild mit zwei oder drei kleineren Aufnahmen. Bei einer Bildserie mit gleich wichtigen Momenten passt ein gleichmäßiges Raster möglicherweise besser. Ein Fachtest zu Fotokalendern rät dazu, den Bildern ausreichend Platz zu lassen. Eine Seite mit sichtbarem Weißraum kann ebenso stark wirken wie eine vollständig mit Bildern gefüllte Seite.
Ordnen Sie die Bilder zunächst ohne Text und Kalender an. Achten Sie darauf, welches Bild zuerst ins Auge fällt und ob die Reihenfolge der Fotos verständlich ist. Ähnliche Bildausschnitte direkt nebeneinander können die Collage eintönig wirken lassen. Ein Wechsel zwischen Übersichts- und Detailbildern sorgt für Abwechslung, solange alle Bilder zum Thema passen.
Lassen Sie zwischen den Bildern genügend Abstand, damit die einzelnen Motive erkennbar bleiben. Für den konkreten Abstand gibt es keine allgemeingültige Zahl, die für alle Formate und Anbieter gilt. Prüfen Sie deshalb die Vorschau im tatsächlichen Kalenderformat und beachten Sie die Vorgaben des gewählten Druckdienstes.
Monatsseiten variieren
Ein gleichbleibendes Layout lässt die Fotos wie eine zusammengehörige Serie wirken. Unterschiedliche Layouts passen besser zu wechselnden Motiven. Wenn die Bilder stark variieren, verbindet ein gleichbleibender Kalender die Seiten. Bei einer einheitlichen Bildserie können Sie einzelne Seiten stärker verändern, um bestimmte Motive hervorzuheben.
Lassen Sie Schrift, Kalender und Abstände gleich und verändern Sie vor allem die Anordnung der Bilder. Weichen Sie nur dann vom Raster ab, wenn ein Motiv oder ein besonderer Monat dadurch besser zur Geltung kommt. Ein eindrucksvolles Landschaftsbild kann eine ganze Seite füllen. Eine Reihe kleiner Details lässt sich dagegen besser als Collage zeigen.
Die Gestaltungsmöglichkeiten hängen vom jeweiligen Editor ab. Manche Dienste bieten feste Vorlagen, andere erlauben freie Platzierung, eigene Vorlagen oder umfangreiche Textformatierung. Schauen Sie im Konfigurator nach, welche Funktionen der Dienst bietet, bevor Sie das Layout vollständig umsetzen. Produktvergleiche beziehen sich jeweils auf die geprüften Programme und können nach einer Softwareänderung veraltet sein.
Kalendarium und Bild abstimmen
Das Kalendarium braucht genügend Platz, um Daten schnell lesbar zu halten. Überlagern Sie es nicht mit unruhigen Bilddetails. Eine ruhige Fläche, ein einfarbiger Hintergrund oder ein klar abgegrenzter Bereich erleichtert die Orientierung. Wenn Sie Geburtstage oder kurze Bildunterschriften ergänzen, reservieren Sie dafür Platz, bevor Sie die Collage fertigstellen.
Verwenden Sie möglichst eine Schriftfamilie für Kalendarium und Bildtexte. Eine einheitliche Schrift unterstützt den Zusammenhalt, während zu viele Schriftstile mit den Fotos um Aufmerksamkeit konkurrieren. Prüfen Sie die Lesbarkeit in der verkleinerten Vorschau: Was am Bildschirm groß erscheint, kann auf dem gedruckten Kalenderblatt zu klein wirken.
Der Fachtest empfiehlt, Text und Kalendarium nicht gegeneinander arbeiten zu lassen. Entscheiden Sie deshalb für jede Seite, was zuerst auffallen soll: das Bild, die Collage oder ein besonderer Text. Die übrigen Elemente sollten diese Priorität unterstützen.
Auflösung und Papier prüfen
Die Bildauflösung muss zur Größe des gedruckten Fotos passen. CEWE empfiehlt für Fotos in seinem Kalenderangebot 300 ppi. Ppi gibt an, wie viele Pixel auf einen Zoll Druckfläche kommen. Für ein größeres Kalenderformat braucht das Bild bei gleicher Detailgenauigkeit mehr Pixel. Diese Empfehlung gilt für das Angebot von CEWE; andere Anbieter können andere Vorgaben machen.
CEWE nennt bei 300 ppi für die folgenden Formate diese Pixelmaße:
| Kalenderformat | Pixelmaß |
|---|---|
| A4 | 2480 × 3508 |
| A3 | 3508 × 4961 |
Nutzen Sie diese Werte als Orientierung für die genannten DIN-Formate. Sie sind keine allgemeine Mindestanforderung für alle Druckereien. Prüfen Sie im Editor die Warnhinweise zur Bildqualität und beachten Sie die Druckvorgaben des gewählten Anbieters. Kontrollieren Sie besonders große Hauptbilder, bevor Sie weitere Seiten gestalten.
Wählen Sie das Papier danach aus, wie Sie den Kalender nutzen. Matte Oberflächen spiegeln weniger und eignen sich, wenn Sie Termine eintragen möchten. Glänzende Oberflächen lassen Farben oft lebendiger wirken, spiegeln aber stärker. Fotopapier zeigt Details anders als Digitaldruckpapier. Es gibt keine beste Wahl für alle Fälle. Entscheiden Sie danach, wie die Bilder wirken sollen, ob sich das Papier beschreiben lässt und wo der Kalender hängen wird.
Vor der Bestellung testen
Bei einem aufwendigen Kalender entdecken Sie Fehler leichter, wenn Sie die Vorschau erst für jede Seite einzeln und dann für das ganze Jahr prüfen. Kontrollieren Sie den Bildbeschnitt, die Lesbarkeit des Kalenders und die Monatsdaten. Achten Sie auch darauf, dass wichtige Bildteile genug Abstand zum Rand und zum Bindungsbereich haben. Die genauen Abstände hängen vom Produkt ab und stehen in den Druckvorgaben.
Ein Fotokalender-Fachtest empfiehlt bei komplexen Projekten einen A4-Testdruck, wenn Papierqualität und Druckverfahren dem späteren Kalender entsprechen. Wenn Sie mehrere gleiche Exemplare verschenken möchten, bestellen Sie zunächst ein Einzelstück. So können Sie Farben, Papier und Lesbarkeit am fertigen Kalender beurteilen, bevor Sie weitere Exemplare bestellen.
Prüfen Sie zum Schluss noch einmal: Passen die Bilder als Serie zusammen und stimmt ihre Reihenfolge? Ist der Kalender gut lesbar? Reicht die Auflösung für das Format? Passen Papier und Druckverfahren zum geplanten Einsatz? So klären Sie offene Fragen, bevor Sie den Kalender bestellen.