Schülerkalender selbst erstellen: Tipps für den Aufbau

Für einen Schülerkalender mit eigenen Fotos oder eigener Aufteilung gibt es zwei Wege: Sie bestellen einen gedruckten Kalender mit persönlichem Bild oder gestalten ein leeres Notizbuch selbst. Der Druck geht schnell, das Notizbuch erlaubt freie Gestaltung. Welche Variante passt, hängt von Ihrer Zeit und Lust am Selbermachen ab.

Gedruckter Kalender oder Bullet Journal

Die einfachste Lösung ist ein vorgefertigter Schülerkalender, den Sie online mit eigenen Fotos bedrucken lassen. Solche Kalender sind fest gebunden, enthalten die wichtigsten Schul-Seiten und überstehen den Alltag in der Schultasche. Wer mehr Gestaltungsfreiheit will, führt stattdessen ein Bullet Journal. Ein Bullet Journal ist ein Notizbuch, in dem Sie jede Seite selbst anlegen: Kalenderblätter, Stundenplan, Hausaufgabenseiten und Notizzonen entstehen genau so, wie Sie sie brauchen.

Der größte Unterschied ist der Aufwand. Ein gedruckter Kalender ist in wenigen Minuten bestellt. Ein Bullet Journal müssen Sie Seite für Seite aufbauen und über das Schuljahr hinweg pflegen. Dafür bekommen Sie einen Planer, der auf Ihre Gewohnheiten zugeschnitten ist.

Fotokalender drucken lassen

Online-Fotodienste, etwa Anbieter für Fotogeschenke, drucken Schülerkalender im Format DIN A5. Die Kalender haben 28 Seiten, das Papier ist liniert und wiegt 100 Gramm pro Quadratmeter. Der Druck hat kräftige Farben, sodass die eigenen Fotos auf dem Deckel gut zur Geltung kommen. Meist enthalten sie einen Stundenplan, eine Ferienübersicht und Abschnitte für Hausaufgaben und Notizen.

Den Startmonat legen Sie selbst fest. Üblich ist der Sommer, weil dann das neue Schuljahr beginnt. Sie können den Kalender mit einem vorgegebenen Design oder ganz ohne Design bestellen und die Fotos entscheiden über das Aussehen. Schöne gebundene Modelle gibt es etwa bei BRUNNEN.

Diese Variante lässt sich nur begrenzt anpassen. Weil der Kalender fest gebunden ist, können Sie keine eigenen Seiten ergänzen. Wer zusätzliche Spalten für Wochenziele, mehr Platz für Zeichnungen oder eine besondere Hausaufgaben-Aufteilung braucht, stößt an Grenzen.

Bullet Journal anlegen

Ein Schülerkalender als Bullet Journal beginnt mit einem leeren Notizbuch mit etwas festerem Papier, damit Stifte und Textmarker nicht durchschlagen. Dieses Notizbuch füllen Sie selbst mit den Seiten, die im Schulalltag wichtig sind: einem Kalendarium, das im Sommer mit dem neuen Schuljahr beginnt, einem Stundenplan, Hausaufgabenseiten und Notizzonen. Da jede Seite selbst entsteht, bestimmen Sie die Anzahl der Hausaufgabenspalten, die Größe der Kalenderkästchen und den Platz für Erinnerungen.

Dafür müssen Sie regelmäßig Zeit einplanen. Ein Bullet Journal pflegt sich nicht von selbst; Sie müssen die Seiten anlegen und aktuell halten. Wer gerne schreibt, zeichnet und gestaltet, bekommt dafür einen individuellen Schülerkalender oder ein persönliches Hausaufgabenheft. Wer wenig Zeit hat, ist mit der gedruckten Variante besser bedient.

Diese Seiten gehören in den Kalender

Ein brauchbarer Schülerkalender braucht unabhängig von der Variante einige feste Elemente. Ganz vorne steht der Stundenplan, am besten als Übersicht über alle Wochentage mit den Fächern. Danach folgt das Kalendarium, also die Seiten mit den einzelnen Wochen oder Tagen. Jede Wochendoppelseite sollte genug Platz für Hausaufgaben bieten, idealerweise eine Spalte pro Tag. Eine Ferienübersicht gehört ebenfalls dazu, damit Kinder und Eltern die unterrichtsfreien Wochen auf einen Blick sehen. Am Ende des Kalenders ist Platz für Notizen sinnvoll, etwa für Vokabeln, Erinnerungen oder Unterschriften.

Eine bewährte Aufteilung: Auf der linken Seite die Woche mit den Tagen und einer Spalte für Hausaufgaben, auf der rechten Seite Platz für Notizen und Bemerkungen. Im Bullet Journal zeichnen Sie diese Aufteilung mit Lineal und Bleistift vor und arbeiten sie später mit Farbe aus. Wer einen gedruckten Kalender bestellt, prüft vorher, ob diese Elemente bereits enthalten sind.

Gestaltungstipps für den Schulalltag

Die Gestaltung entscheidet darüber, ob der Kalender genutzt wird oder in der Schultasche verschwindet. Ein eigenes Foto auf dem Deckel macht den Kalender persönlich, das Motiv sollte aber nicht zu unruhig sein, damit Name und Schuljahr lesbar bleiben. Bei der Innengestaltung gilt: Weniger ist oft mehr. Zu viele Farben und Muster lenken beim Eintragen ab. Eine gute Faustregel ist, mit einer Grundfarbe zu arbeiten und Akzente für Wichtiges zu setzen.

Lettering, also dekoratives Handschrift-Schreiben, können Sie mit einer Vorlage üben. Viele Anbieter stellen solche Vorlagen zum Download bereit. Damit lassen sich Überschriften wie Stundenplan oder Hausaufgaben gestalten, ohne dass Sie Kalligrafie beherrschen. Im Bullet Journal hilft außerdem Washi-Tape, also dekoratives Klebeband, um Bereiche abzugrenzen. Sticker eignen sich zum Markieren von Tests oder Geburtstagen. Die Seiten müssen aber lesbar bleiben, denn der Kalender soll im Alltag funktionieren und nicht nur gut aussehen.